Sieben Freiwillige und ein Haushalt.

Einen Haushalt mit sieben Leuten, das kenne ich irgendwoher. Aber ohne meine Mama?! An dieser Stelle ein kleines Dankeschön an meine Eltern: War doch ganz gut, das Ihr mir das Spülen gebracht habt.

Ohne System schlagen wir uns irgendwie durch, und es funktioniert. Jeder hier im Haus übernimmt abwechselnd die Aufgaben die anfallen. Wirklich praktisch dabei ist, dass die Supermärkte 24/7 geöffnet haben.. Die Freiheit, immer das kochen zu können was man kochen will und wann man will (ob am Ende etwas draus wird ist eine andere Sache), genieße ich sehr.

  

Tatsächlich sind in genossenschaftlichen Kochstunden schon einige Dinge entstanden: Über Chinkali (ein georgisches Nationalgericht), Melonensalat, Ratatouille, selbstgemachtes Brot bis hin zu — wer hätte es gedacht— Nudeln.

Getrunken wird natürlich auch. Aus großen 10-Liter Kanister füllt sich jeder etwas ab. Also Wasser, versteht sich.

Die Flaschen werden nicht recycelt, die landen im Hausmüll (da landet alles drin), oder auf der Straße. Dem georgischen Wein haben wir uns auch schon gewidmet. Schmeckt gut.

Das hört sich jetzt wie Urlaub an und fühlt sich auch so an. So einen Sommer hatten wir dieses Jahr in Deutschland noch nicht. Einen Pullover brauchen wir hier nur, wenn Abends die 25 Grad Grenze unterschritten wird (passiert selten).

Bombenstimmung

Also, Urlaubswetter, Urlaubsstimmung…wäre da nur nicht diese eine Sache. Diese Sache, die uns zwingt früh aufzustehen, die uns viel mehr ins Schwitzen bring als 33 Grad Celsius. Eine Sache die mich verdächtig an Lateinunterricht in der neunten Klasse erinnert:

Georgisch lernen.

Jeden Tag bekommen wir vier Stunden Georgischunterricht. Ab und an gibt es eine Fünfminutenpause. Glücklicherweise handelt es sich meistens um sehr georgische »fünf« Minuten. Dazu dann Nachmittags lernen. Die wenigsten Vokabeln lassen sich in irgendeiner Weise ableiten. Und wenn, sind das dann Vokabeln wie »Butterbrodi« und»Wunderkindi«.

Ein Wiedersehen mit dem Ablativ habe ich mittlerweile verkraftet. Wer auch Latein hatte oder hat, weiß Bescheid 😉

Immerhin, die ersten Einkäufe auf georgisch habe ich schon gemeistert.

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